Referat zur CON in Mnchen, 3. bis 6. Juni 1994 Thema "Fido: was erwartet uns" ============================================================================= entwicklung der node-anzahl R24 / europa ============================================================================= ----------------------------------------------------------------------- Nodeliste.276 / Oktober 1986: Region,24,Germany,DL,Michael_Juergens,49-451-493920,300,* ,1,MJS_FIDO_BBS,Luebeck_Germany,Michael_Juergens,49-451-493920,300,* ,2,T_BUS_FIDO,Munich_Germany,Rudolph_Stricker,49-89-293881,300,* ----------------------------------------------------------------------- NL.147/1994: 240/4011,Snoopy's_BBS,Luebeck,Michael_Juergens,49-451-493920,9600,CM,XW,LO,HST,V42B 2480/9999,TBUS-BBS,Muenchen,Rudolf_Stricker,49-89-293881,9600,HST,V32,CM,XA ----------------------------------------------------------------------- In den 8 Jahren hat sich also in den Nodelist-Eintr„gen der beiden ersten Fidos nichts besonderes ge„ndert ausser daá sie neue Modems betreiben. Das sieht anders aus, wenn wir uns gr”áere Datenmengen ansehen. ÚÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿ ³ NODELIST "datum" ³ Node- ³Netze³Personen³Netz- ³ CM ³CM-Anteil ³ ³ ³ Nummern³ ³ ³gr”áe ³ ³(Nodenumm)³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÂÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ Welt-Nodelist.276 10/1986 ³1209³ 71 ³ 1049 ³ 13 ³ 26 ³-unsicher-³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.169/ juni 93: (R24) ³2241³ 16 ³ 1773 ³ 110 ³1881³84 Prozent³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.302/ okt 93: (Lite) ³1674³ 10 ³ 1259 ³ 126 ³1438³86 Prozent³ ³ nodelist.302/ okt 93: (Clas) ³1830³ 17 ³ 1417 ³ 83 ³1528³83 Prozent³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.147/ mai 94: (Lite) ³3516³ 28 ³ 2473 ³ 88 ³2994³85 Prozent³ ³ nodelist.147/ mai 94: (Clas) ³3278³ 37 ³ 2108 ³ 56 ³2684³82 Prozent³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ eurolist.138 (1993) ohne R24 ³5460³ 144 ³ 4573 ³ 31 ³3488³64 Prozent³ ³ eurolist.147 (1994) ohne R24 ³7551³ 180 ³ 6224 ³ 34 ³4639³61 Prozent³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ zZ 187 HUBs in Lite , das sind 13 Nodes pro HUB. zZ 179 HUBs in Classic, das sind 18 Nodes pro HUB Fido R24 ist trotz ungnstiger Voraussetzungen (zwangsweise Regionalisierung mit folgender Spaltung der Region 24) innerhalb eines Jahres ca. 50 Prozent gewachsen, wenn man als Basis die gelisteten Nodenummern in Classic und Lite nimmt. Der Anteil an CM-Nodes ist beginnend mit 84 Prozent (Juni 1993) in etwa konstant geblieben. Žhnlich verh„lt es sich europaweit, hier war ein Wachstum gemessen an den Nodenummern um ca. 38 Prozent zu verzeichnen, der Anteil von CM-Nodes ist minimal gefallen. ÚÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄ¿ ³ NODELIST "datum" ³Nodenummern³Basis³ Personen ³Basis ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.169/ juni 93: ³ 2241 ³ 100 ³ 1773 ³ 100 ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.302/ okt 93: (Lite) ³ 1674 ³ 75 ³ 1259 ³ 71 ³ ³ nodelist.302/ okt 93: (Clas) ³ 1830 ³ 82 ³ 1417 ³ 80 ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ´ ³ nodelist.147/ mai 94: (Lite) ³ 3516 ³ 157 ³ 2473 ³ 139 ³ ³ nodelist.147/ mai 94: (Clas) ³ 3278 ³ 146 ³ 2108 ³ 118 ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ´ ³ eurolist.138 (1993) ohne R24 ³ 5460 ³ 100 ³ 4573 ³ 100 ³ ³ eurolist.147 (1994) ohne R24 ³ 7551 ³ 138 ³ 6224 ³ 136 ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÁÄÄÄÄÄÄÙ Wenn wir uns das Wachstum anhand der Anzahl Personen betrachten, kommen wir zu einem nur leicht ver„nderten Ergebnis. Immerhin, Fido ist in Deutschland in etwa so sehr gewachsen wie Fido in Europa insgesamt. Man kann sagen, dass der Putsch zumindest die Attraktivitaet von Fido nicht beeintr„chtigt hat. Er hatte auf das Wachstum keinen sichtbaren Einfluss, auch die Abgaenge heben sich zahlenmaessig nicht hervor. Welche Probleme, welche Chancen bringt dieses Wachstum mit sich? Probleme: - Gleichen *AnTEIL* technisch Unversierter vorausgesetzt, wird die *AnZAHL* derer steigen, die nicht mehr ohne weiteres in der Lage sein werden, ihre Software aus dem FF zu beherrschen. - Rein von der Anzahl her werden mehr Nodes zur ZMH nicht mehr online sein. - Mehr Hubs, das heisst auch mehr Nodes, vergeben Nodenummern. Die Nodenummern-Vergabe wird immer mehr dezentralisiert. Das ist ein Vorteil und Nachteil zugleich. Vorteil: weniger "Macht" durch Nodenummern-Vergeber, Nachteil: weniger šberblick ber die tats„chliche Qualifikation des neuen Nodes (ist er zur ZMH online, oder ist der Hub einfach sein Kumpel). Dieses Problem stellt sich aber wohl immer. - Die Netze werden sehr bald und in immer krzeren Abst„nden zu gross werden. - 1 Person kann in unserem Medium die Kan„le dicht machen, und zB eine Diskussion fast vollst„ndig bestimmen (Beispiel: nach der Einsetzung von Toni Gerhard wurde in dem Classic-Echo R24.Discussion fast 2 Wochen lang nur darber diskutiert, was ein bestimmtes Node dazu von sich gegeben hat). - 1 Person kann auch einfach ein Echo zumllen (Ein Beispiel dazu ist fast t„glich in Nodes.024 zu finden). - neonazistische Gruppen werden in Zukunft sicher versuchen, die vorhandenen Strukturen im Fido fr sich zu nutzen. Sie w„ren bl”d, wenn sie es nicht versuchen wrden, allerdings w„ren wir bl”d, wenn wir es zuliessen. Chancen: - mehr Personen bringen auch mehr Sichtweisen, mehr Kenntnisse und mehr Erfahrung in die Diskussionen, sofern sie aktiv daran teilnehmen. - Durch den sich immer mehr vollziehenden Wandel von einem Netz technisch versierter Laien zu einer Art "Buergernetz" steht Fido auf einem neuen Bein. - Die Fido-Technik hat dadurch weit gr”áere Chancen, das Jahr 2010 zu erreichen, die Investitionen in die Fidotechnik koennen sich "amortisieren". Es wird auch lukrativer, Fido-Software zu schreiben und als Shareware oder sonst kommerziell zu vertreiben. - Mehr "normale" Menschen (im Gegensatz zu sog. "Computerfreaks") bedeutet auch, dass eine Demokratisierung letzten Endes unumg„nglich sein wird. Abstecher: Oben habe ich gesagt, dass wir zu einer Art "Buergernetz" geworden sind. Das betrifft die Frage: ist Fidonet ein "common carrier" oder ein "network of individual sysops" ? Ich neige zur zweiten Ansicht: wir sind kein oeffentliches Transportmittel fr Nachrichten, sondern ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, die sich gegenseitig und jederzeit widerrufbar ihre Hard- und Software zur Verfgung stellen um uns gegenseitig einen m”glichst kostengnstigen Austausch vom EMail zu erm”glichen. Fidonet ist aus der Phase des Crashmail-Netzes heraus (zwar noch nicht ganz..) und die M”glichkeit, Netmail ber Routingewege zum Empf„nger zu bringen macht, neben den geringen Forderungen an die Ausstattung, einen Grossteil der Attraktivit„t aus. "Network of individual sysops" bedeutet jedoch auch, dass niemand gezwungen werden kann, irgendjemandem auch nur 1 Cluster seiner Platte oder 1 Minute seiner Zeit zur Verfgung zu stellen. Niemand? Hat nicht, wer sich bereit erkl„rt hat, eine "C"-Funktion zu machen, darauf verzichtet? Ich denke: Nein. Niemand hat auf seine Rechte als Node verzichtet, einige haben dankenswerterweise Pflichten auf sich genommen. Das ist etwas ganz anderes. Das kann in Zukunft wichtig werden, wenn sich Fido zu Nodenantr„gen aus der Neonazi-Szene stellen muss. Es wird auch jetzt schon ein zu beachtender Aspekt, wenn man sich so durchliest, was manche Nodes von ihren *Cs erwarten, bzw. wie sie mit ihnen umzuspringen versuchen. Stichwort "Hanke hat Classic auf dem Gewissen". ============================================================================= COORDINATION <-> ADMINISTRATION ? Ein Problem, das Fido sehr schnell hatte und das wieder (oder immer noch?) hochaktuell ist: soll es zentral geleitet oder dezentral organisiert werden? Gibt es Manager, Macher, Gurus, Fhrungspersonal? Sind wir organisiert wie die katholische Kirche? Die heutige Struktur ist sehr am Aufbau der Nodeliste orientiert. Je weiter jemand oben im jeweiligen Segment steht, fuer desto wichtiger wird er/sie gehalten. Der Schwanz wedelt mit dem Hund. Dabei ist es doch gerade umgekehrt gewesen: mit der Einrichtung der ersten Netze aus rein praktischen Gruenden, der Unterteilung in Regions, das heisst mit dem Aufkommen des Mail-Routings, wurde Fido bewusst de-zentralisiert und es wurden Kennzeichnungen in der Nodeliste notwendig, um Routing-Hubs und Hosts berhaupt zu finden. aus "Fidohist.dc1": "Lokale Netze Weder ich (tom jennings) noch Ken Kaplan noch Ben Baker "betreiben" Fidonet; Lokale Netze wie das in Sd-Kalifornien sind vollst„ndig Sache der Sysops dieser Gegend; Das einzige, worum wir bitten ist, daá der angegebene "Eingangs-Host" dieser Gegend einigermassen zuverl„ssig ist, aus dem offensichtlichen Grund, daá er eine Menge Anrufe aus dem ganzen Land erhalten wird. Es ist Tatsache, ihr seid aufgefordert lokale Netze zu grnden oder einem Netz beizutreten, das bei Euch lokal schon existiert. Es wird fr andere Systeme billiger euch Mail zu schicken und vereinfacht im allgemeinen das Funktionieren von Fidonet. Davon abgesehen sind lokale Netze vollst„ndig unabh„ngig; dafr sind sie ja gerade da! Beispielsweise k”nnen die Leute in Sd-Kalifornien ihr Netz betreiben wie sie es wollen; es sind ihre Hardware, ihre Telefonanschlsse, und ihre Telefonkosten. Es ist ihr Arbeitsaufwand, und sie sollen den Lohn fr ihre Mhe auch selber ernten. Wenn es eine "Fidonet Policy" gibt, dann ist es diese." to administer heisst "verwalten", "handhaben", "regeln", verabreichen" to coordinate heisst "aufeinander abstimmen", politisch: "gleichschalten" Die Unterschiede sind klar: ein Administrator ist der aktive Partner, der einen passiven Partner (oder eine Sache) verwaltet und handhabt. Ein Coordinator ist ein aktiver Partner, der die Handlungen anderer aktiver Partner aufeinander abstimmt. Ein Administrator ben”tigt keine Zusammenarbeit, er setzt Gehorsam voraus. Ein Coordinator kommt ohne die Mitarbeit der anderen nicht aus, seine Aufgabe besteht darin, gemeinsame L”sungen fr gemeinsame Probleme zu finden. Er kann diese Aufgabe nicht ohne Anerkennung durch die anderen Partner ausben. Ich denke, es war sehr berlegt, als das Wort "Manager" gegen "Coordinator" ausgetauscht wurde. Ein Manager ist jemand, der leitet, der "sagt, wo's lang geht". Ihr habt die Diskussion in R24.Discussion vielleicht mitbekommen. Nachdem ich gew„hlt wurde und die ersten 14 Tage ohne besondere Aktivit„t verstreichen liess, wurde der Ruf nach "Fhrung" laut. Man wollte, daá ich die "Fhrung" bernehme, gestern las ich von "Fhrungsschw„che" die mir oder Wolfgang Hanke vorgeworfen wurde. Ich habe darauf geantwortet, dass es nichts gibt, was ich jetzt oder in Zukunft "fhren" k”nnte: wir sind eine lose Vereinigung von Einzelpersonen, deren pure Anzahl aus dem Batchfile "Make-A-Nodelist" einen "Region-Coordinator" gemacht hat, jemanden, der das, was sowieso vorhanden sein sollte (n„mlich den Willen zur Zusammenarbeit) f”rdern soll, jemand, der die verschiedenen lokalen Interessen und Vorstellungen auf einen gemeinsamen Punkt bringen soll. Ein "unbeteiligter Dritter", eine Art "Makler". Im Hinterkopf den Zweck, die lokalen Unterschiede nicht zu gross werden zu lassen. Fido soll berall m”glichst gleich attraktiv sein und bleiben. Warum sage ich das? Ich bin mir sicher, daá ich nicht der erste und nicht der letzte bin, von dem "Fhrung" verlangt wird. Wohin fhrt uns das aber, wenn jemand diesem Ruf folgt? Ich denke, man kann problemlos von folgenden Voraussetzungen ausgehen: es ist bei gengender Anzahl Personen gleichgltig, welches Problem auftritt und welche L”sung angeboten wird: es werden sich immer gengend Leute finden, die opponieren. es ist unter derselben Voraussetzung gleichgltig, wer die angebliche Fhrung bernimmt und was diese Person tut oder nicht tut: es werden sich immer gengend Leute finden, die opponieren. es ist unter derselben Voraussetzung gleichgltig, wie demokratisch jemand eingestellt ist, der diese angebliche Fhrung auszuben versucht: es werden sich immer gengend Leute finden, die opponieren. Es geht mir nicht um Angst vor Opposition. Es geht mir darum: Jemand, der im Fido eine Fhrungsrolle einnehmen will, verl„sst innerlich Fido. Jeder, der bei uns "fhren" will, muss dies ohne jedes Mandat machen und wird die selbstverst„ndliche Opposition als Gegner betrachten mssen und/oder von ihr als Gegner betrachtet werden. Daran „ndert sich nichts, wenn eine gr”áere Anzahl Nodes diese "Fhrung" erwarten. Zum Schluá werden die Leithammel genauso geschlachtet wie die L„mmer. Nein, bei uns gibt es nichts zu fhren. Ich stimme hier aus ganzem Herzen Tom Jennings zu: " Bitte denke dran, dass das ganze Netz durch die Sysops gemacht wird; es gibt keine zentrale Stelle von der aus die positiven Sachen kommen, das Netz besteht vollstaendig aus den Sysops und ihrem Beitrag zum Netz. Wenn Du etwas nicht machst, dann ist es m”glich, dass niemand es macht!" Die Aufgabe eines Coordinators kann nur sein, die verschiedenen K”pfe unter einen Hut zu bringen, oder gemeinsam verschiedene Hte zu finden, die sich nicht aneinander stossen. Es scheint mir aber hier in der Region 24 so zu sein, daá das Gefhl weitgehend abhanden gekommen ist, etwas bewegen zu k”nnen, indem man es einfach tut. So habe ich versucht, die NCs dazu zu bringen, ihre regionweite Zusammenarbeit wieder aufzunehmen, und dazu ein gemeinsames Echo Lite+Classic zu benutzen. Bisher ohne besonderen Erfolg, ich habe per Netmail wesentlich mehr Meinungen erhalten als ich in den Echos gesehen habe. Leute, wenn ihr schweigt, dann seid ihr selber schuld, wenn euch irgendwann niemand mehr fragt. Vielleicht kommt das daher, dass auch die NC-Strukturen durch den Putsch zerschlagen wurden. Oder durch die vielen neuen Netze, mit neuen Leuten als NCs, Leuten, die diese Zusammenarbeit regionweit noch nicht (bzw. nicht mehr) kennen. Ich weiss es nicht. Das wird, wenn es sich nicht „ndern sollte, Probleme machen. Man kann sich nicht einerseits dagegen wehren wollen, daá eine einzelne Person in einer "Schlsselposition" (O-Ton Erich Janssen) eine Region nach ihren Vorstellungen organisiert und andererseits keine eigene Aktivit„t zur Koordination zeigen. Das geht jedenfalls dann nicht, wenn Handlungsbedarf besteht. Besteht Handlungsbedarf? Ich denke, wer aus dem Fenster schaut, sieht ihn. Wer nicht aus dem Fenster schaut, hoert und riecht ihn. So geht's nicht weiter: zwei Fidos, zwei Organisationen mit im Grunde genau demselben Zweck: sicherstellen von Netmail-Routing, verbreiten von Echomail. Zerschlagen in zwei Teile mithilfe eines Passus in der Fido-Policy, der vorschreibt, daá Netze anhand geografischer Grenzen zu definieren sind. Folgende L”sung biete ich an und ich bitte darauf zu achten, daá diese L”sung unm”glich durchfhrbar sein wird, wenn sie nicht rechtzeitig von vielen von Euch gegengedacht, kritisiert, korrigiert und vielleicht sogar verworfen wird. Wenn sich genuegend Nodes fr diese (oder eine andere) L”sung einsetzen, sollte es sogar v”llig egal sein, ob ich nun offziell RC24 bin, oder ob Toni Gerhard noch als Greis die AKA 24/0 benutzen darf. Es wird keiner drumherumkommen, es so zu machen, wie die Region es will, WENN DIE REGION sich darauf einigt, WENN DIE REGION berhaupt einen gemeinsamen Willen HAT. ============================================================================= Netze bekommen ein definiertes Netzgebietz mit exakt festgelegter Grenze. Diese Grenze kann eine Vorwahl sein, sie kann auch irgendwie anders definiert sein (eine Gemeinde, eine Autobahn, egal, auch gemischt). Dabei muss nicht jedes Fleckchen Erde zu einem Netz geh”ren, aber die Netzgebiete drfen sich geografisch nicht berschneiden. Innerhalb des Netzgebietes hat jedes Netz alle Nodes auf deren Wunsch mit gerouteter Netmail (und das heisst: mit einer Nodenummer des Netzes) zu versorgen und jedem Nodeantragsteller, der die Voraussetzungen fr eine Fido-Nodenummer mit sich bringt, eine Nodenummer zu geben, falls ein Nodeantrag dort gestellt wird. Nodeantragsteller aus anderen Netzgebieten sind darauf hinzuweisen, daá (und wo) sie sich in ihrer n„heren Umgebung eine Nodenummer geben lassen k”nnen, sie k”nnen aber, wenn sie sich bewusst an "dieses" Netz wenden, eine Nodenummer berall erhalten. Innerhalb des Netzgebietes kann das Netz HUBs einrichten wo es beliebt. Es darf keinen HUB ausserhalb des Netzgebietes einrichten. Auch wenn ein echter Bedarf besteht, etwa weil eine gengend groáe Anzahl Nodes ausserhalb des Netzgebiets versorgt werden. Entweder diese Nodes gehen in das lokal zust„ndige Netz und bekommen dort einen HUB, oder sie routen unter sich so, als haetten sie einen offiziellen HUB, oder sie sorgen dafr, daá sich die Nodes ihrer Gegend darauf einigen, sich dem gewnschten anderen Netz anzuschliessen. Wenn sie das tun, mssen alle HUBs des ersten Netzes aus diesem Gebiet in der Nodeliste gel”scht werden und das Gebiet ist Teil des anderen Netzes. Es ist die Sache der Nodes vor Ort, wie sie das Problem l”sen, ob sie es l”sen, was auch immer. Jedes Node weiss ja, wie die Sache steht und kann sich entweder komfortabel dem lokalen Netz anschliessen oder eben auch nicht. Worauf es ankommt ist hier: die geografische Vorschrift der Policy anzuwenden ohne irgendjemandem vorzuschreiben, wo er seine Nodenummer herbekommt. Es geht auch darum, Streitereien um Netzgebiete zu beenden, und zu verhindern, dass sich Social Nets bilden. Social Net und Sympathienetz: ich verstehe unter social net ein "Netz von Freunden", eine Art geschlossener Gesellschaft, die selber bestimmt, wen sie bei sich duldet und wen nicht. Solche Netze sind nach der Policy nicht erlaubt und ich halte das unabh„ngig davon fr vollkommen gerechtfertigt. Dagegen spricht berhaupt nichts gegen Sympathienetze, Netze also, die von den Nodes trotz h”herer Kosten bevorzugt werden. Sie haben im Gegenteil den Vorteil fr Fido, daá die Nodes sich eher engagieren werden: es ist ja ihre eigene, bewusste, Wahl, Node im Netz sowieso zu sein. Diese Sympathienetze haben genauso ein exklusives Netzgebiet wie alle anderen Netze, mssen wie alle anderen Netze die Nodes in ihrem Gebiet versorgen, und werden, das eben macht sie zu einem Sympathienetz, auch von Nodes aus weiter entfernten Gebieten in Anspruch genommen, wohl wissend, daá die Netzstrukturen (eben HUBs) auf ein bestimmtes Gebiet beschr„nkt bleiben werden und keinerlei Chancen auf irgendwelche P”stchen in diesem Netz bestehen. ============================================================================= =========================================================================== Es handelt sich im folgenden um einen Text, den ich in dieser Fassung am 24. Januar fertiggestellt hatte, als Schubladen-Text fr den Fall, daá ich in den regul„ren Wahlen im M„rz als RC24 gew„hlt werden sollte. Manches wird aus heutiger Sicht befremdlich klingen, mich st”rt es aber nicht, und euch sollte es auch nicht st”ren. Es hat sich ja von Anfang an um einen Vorschlag gehandelt, nicht um eine Richtlinie. Fehler, Unzul„nglichkeiten, das alles w„re in der beabsichtigten Diskussion zum Vorschein gekommen und h„tte korrigiert werden k”nnen, oder es w„re eben nicht beachtet worden und die Fehler w„ren gemacht worden. Selber schuld, wrde ich da sagen. =========================================================================== Vorschlag: ========== Alle NCs aller Netze werden mir binnen 4 Wochen eine Liste von Telefon- vorwahlen zuschicken, die das Netzgebiet beschreiben. Telefonvorwahlen, in denen sich kein Node befindet, sind dabei zu entfernen: ohne Nodes gibt's auch kein Netz. Wenn in diesen "leeren" Gegenden irgendwann einmal Nodes installiert werden , die einen HUBs installieren wollen, koennen diese sich dadurch frei entscheiden. Die Nahzonen rund um die HUBs koennen jedoch einbezogen werden, unabhaengig von der Nodedichte, aber nur, wenn sich dort kein HUB eines anderen Netzes befindet. Sprecht Euch mit den NCs der Nachbarnetze ab, dann kommt es auch nicht zu Problemen. Ich koennte natuerlich die Nodeliste automatisch "auswerten" lassen, aber ihr wisst vor Ort besser als jedes Programm, wo "Netz" ist, und wo "nur Vorwahl". Weiter: Ausnahmslos jedes Netz erhaelt aufgrund dieser Listen definierte Grenzen und wird keinen Vorwahlbereich mit einem anderen Netz teilen. Die Netzgebiete/Vorwahlbereiche werden also exklusiv und nicht ueberlappend sein. "Grenze" bedeutet, dass sich alle HUBs dieses Netzes (und der HOST) innerhalb dieses Gebietes befinden muessen. HUB-AKAs ausserhalb muessen aus der Netz-Liste gestrichen werden. Neue HUBs ausserhalb des Netzgebietes duerfen nicht ohne Absprache mit allen Beteiligten installiert werden (siehe unten). Die Nodenummern der Nodes (sowohl des HUBs als auch dessen Downlinks) brauchen nicht geaendert zu werden, mit Ausnahme der HUB-AKA. Die so gestrichenen HUB-Bereiche koennen als normale Nodes unter dem alten HOST ihres bisherigen Netzes gelistet werden. Der bisherige HUB kann wie bisher weiter routen, er verliert nur seine Admin-AKA. Nodes in Vorwahlbereichen, in denen zur Zeit HUBs mehrerer Netze einstalliert sind, und nur die betrifft das ueberhaupt, muessen sich einigen, genau wie ueberall. Das kann durch eine Abstimmung geschehen, oder wie auch immer. Wenn es zu keiner Einigung kommt, muessen alle Netze ihre HUB-AKAs in dem "Gebiet" entfernen und das Gebiet wird als "undefiniert" betrachtet. Vorwahlbereiche, in denen sich der HOST eines Netzes, aber kein HUB desselben befindet, sind mir nicht bekannt. In jedem Fall gehoert der Vorwahlbereich des HOSTs zum entsprechenden Netz. Der HOST ist dasjenige Node, das eingehende Netmail entgegennimmt. "Grenze" bedeutet, dass dieses Netz ausnahmslos alle Nodes innerhalb dieser Grenzen auf deren Wunsch versorgen und ihnen eine Nummer geben muss. Ein Netz (d.h. ein NC/HOST) kann sich die Nodes nicht aussuchen (Ausnahmen: Gesetze, Policy, auch deren Anhang). "Social nets" sind nicht moeglich, wir sind keine Vereinigung von "Freunden", sondern ein weltweites Netz, und jeder muss ohne Ansehen der Person in seiner Nahzone eine Fido-Nodenummer erhalten koennen. Alle neuen Nodes werden zuerst auf die Moeglichkeit verwiesen, am geografisch zustaendigen Netz teilzunehmen, und wenn sie dieses Angebot wahrnehmen wollen, erhalten sie dort auch eine Nummer. "Grenze" bedeutet nicht, dass alle Nodes sich von dem entsprechenden Netz versorgen lassen muessen. Ein Node sucht sich seinen Uplink selber (und wird in den meisten Faellen den bisherigen Echomail-Uplink auch als Netmail-Uplink behalten wollen, was durch eine Nodenummer in diesem Netz fuer alle einfacher wird, und Kosten, zB durch Replies auf Echo-Mails, spart). "Gebiet" bedeutet nicht unbedingt eine vollstaendig ausgefuellte, zusammenhaengende Flaeche auf der Karte. Sowohl "Inseln" als auch "Loecher" sind moeglich. Das ist imho selbstverstaendlich, ansonsten koennten auch keine kleinen Netze innerhalb von groesseren gegruendet werden, das aber ist unstreitig moeglich. Sowohl "Inseln" als auch "Loecher" muessen mindestens eine Vorwahlzone umfassen. Eine Vorwahlzone ist die kleinste Einheit der Netzgebiete. Es wird, wenn ihr damit einverstanden seid, zu einer Situation fuehren, die von der Policy gefordert ist, und trotzdem keine Zwangsnetze oder irgendwelche anderen Netze erzeugt. Es wird dann auch geografische Gebiete geben koennen, die keinem Netz zugeordnet sind, weil es eben keine Nodes in diesen Gebieten gibt oder auch, weil die Nodes teils zu Netz "A", teils zu Netz "B" wollen und sich nicht einig sind. Die NCs muessen dann die entsprechenden HUB-AKAs streichen, und alle koennen weiter wie bisher ihrem Hobby nachgehen. Am Routing aendert sich ja nichts. Der zu diesem Zeitpunkt erreichte Zustand wird also lediglich festgeschrieben. Es wird eine Liste gefuehrt werden muessen, die von RC zu RC weitergegeben wird. Die NCs der Netze erhalten auch ein "Dokument", auf das sie sich in Streitfaellen mit Nachbarnetzen berufen koennen. Einmal eingefuehrt koennen Aenderungen danach nur noch dadurch zustande kommen, dass * Nodes in bisher "undefinierten Gebieten" nach einer Abstimmung einen HUB eines Netzes installiert haben wollen. - Dann wird dieser Vorwahlbereich entsprechend der Entscheidung der Nodes diesem Netz "zugeschlagen" und ist nicht mehr "undefiniert". Ensprechend Policy Absatz 2.4 * ein HUB-Bereich ein Netz wechseln will oder ein HUB geschlossen wird, ohne dass ein neuer installiert wird. - Dann wird, nachdem das ueberprueft wurde, vom RC die Netz-Zugehoerigkeit des Bereichs geaendert. Entsprechend Policy Absatz 2.4 * ein Netz geteilt wird, etwa, weil es zu gross wurde. - Die beiden Teile erhalten ihre jeweiligen Vorwahlbereiche als Netzgebiet. Entsprechend Policy Absatz 5.7 * ein neues Netz gegruendet wird. - Dessen Vorwahlen werden von allen beteiligten Netzen entfernt. Entsprechend Policy Absatz 2.4 Um es auch deutlichst zu sagen: ein HUB, der nur sich selbst als Downlink hat, ist in meinen Augen und speziell in diesem Zusammenhang kein HUB sondern eine unnuetze und hinderliche AKA, die schleunigst entfernt werden sollte. Ein "HUB"-Eintrag in der Nodeliste macht noch keinen HUB aus. Sollte nun das grosse Gerenne um Netzgebiete (schnell noch ein paar HUBs installieren...) losgehen, dann nuetzt das auch nichts: Erstens : als Basis gilt die momentan aktuelle Nodeliste. Zweitens : Neue HUBs, die ein "leeres Gebiet" versorgen sollen, koennen bis zum Ende der Abstimmung ueber diesen Vorschlag nur mit Zustimmung von mindestens 3 Nodes, die dessen Downlinks werden wollen, eingerichtet werden. Diese Zustimmung wird durch das Hub-Segment dokumentiert und ist fuer jeden nachpruefbar. Sollte das "versehentlich" nicht beachtet werden, setze ich in diesem Netz zeitweise einen sorgfaeltigeren NC ein. Drittens: als Basis gilt die momentan aktuelle Nodeliste. Das hier ist ein Vorschlag. Ueber diesen Vorschlag bitte ich von nun an 8 Wochen zu diskutieren, danach wird abgestimmt, von allen Nodes, die bei Beginn der Abstimmung gelistet sind. Innerhalb der 8 Wochen kann er sich entsprechend der Diskussion veraendern, er ist nicht "starr". Wichtig ist die veroeffentlichte Meinung. Aenderungsvorschlaege, die nicht im Echo erscheinen, gelten nicht. Es muss jeder jeden Schritt nachvollziehen koennen. Nichts wird am Telefon oder ueber Netmail-Orgien festgeklopft. Wird der Vorschlag schliesslich angenommen, dann wird das so gemacht. Wird er abgelehnt, dann suchen wir eben nach einer anderen Loesung, durch die Diskussion kommen wir auf jeden Fall einer Loesung einen Schritt naeher. Wenn es bessere (Gegen-)Vorschlaege gibt, dann bitte ich sie ebenfalls hier zu veroeffentlichen und mir eine Kopie zuzucrashen (sicherheitshalber). Was nicht im Echo ist, ist nicht geschrieben worden. Wir koennen nach der Diskussion auch problemlos ueber mehrere Vorschlaege abstimmen. Aber es muss imho was "endgueltiges" passieren, wir bekommen sonst nie Ruhe. ============================================================================== Nachtrag (war nicht im Text enthalten): Bei der Betrachtung der Entwicklung des Nodezuwachses sollte noch folgendes beachtet werden: Beispiel Oberrhein-Netz. Es wurde mit 82 Personen zum 10 September 1993 gegrndet/gelistet. Heute (Juni 1994) nehmen ca. 130 Personen daran teil. Spaetestens zur Jahreswende werden die Grndungsteilnehmer sich schon in der Minderheit befinden! Die Zahlen oben im Text zeigen, dass das Oberrhein-Netz sich "ganz typisch" entwickelt hat, bei Dir im Netz wird es daher nicht anders sein. Ich halte das fuer bemerkenswert und wichtig: ein immer kleiner werdender Anteil der Nodes weiss berhaupt noch, worum wir uns streiten. Und in sehr naher Zukunft wird nur noch eine Minderheit wissen, wie Fido vor dem Juni 1993 ausgesehen hat. Der Streit um Classic/Lite, so wichtig er _mir_ auch ist, wird von immer weniger Nodes nachvollzogen werden k”nnen. Bald ist es im wahrsten Sinn des Wortes der "Normalfall" fuer "die Nodes" (die Mehrheit der Nodes), dass es eben in Deutschland 2 Fidos gibt. Robert H”rner